TSV LEIPZIG 76 e.V.

Abteilung Badminton 




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ein Vergleich







 

Badminton

- der schönste Sport der Welt -

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- Martin Knupp, Schriftsteller und sehr erfolgreicher Badmintontrainer, sagte einmal:

"Der Ausübende sollte verfügen über
- die Ausdauer eines Marathonläufers
- die Schnelligkeit eines Sprinters
- die Sprungkraft eines Hochspringers
- die Armkraft eines Speerwerfers
-die Schlagstärke eines Schmiedes
-die Gewandtheit einer Artistin
-die Reaktionsfähigkeit eines Fechters
-die Konzentrationsfähigkeit eines Schachspielers
-die Menschenkenntnis eines Staubsaugervertreters
-die psychische Härte eines Arktisforschers
-die Nervenstärke eines Sprengmeisters
-die Rücksichtslosigkeit eines Kolonialherren
-die Besessenheit eines Bergsteigers
-die Intuition und Phantasie eines Künstlers.

Weil diese Eigenschaften so selten in einer Person versammelt sind, gibt es so wenig gute Badmintonspieler."

Wenn Ihr alle oben angeführten Eigenschaften vorweisen könnt, solltet Ihr unbedingt zu uns kommen!
Und wenn nicht, dann seid ihr bei uns erst recht richtig. Wir haben die Eigenschaften auch (noch) nicht.


Badminton - Die schnellste Ballsportart der Welt 

Um es gleich am Anfang zu sagen: Badminton ist definitiv die schnellste Ballsportart der Welt.

Schweizer Militärtechniker haben zur Weltmeisterschaft 2000 mit der ihnen eigenen Präzision Geschwindigkeitsmessungen an fliegenden Bällen durchgeführt. Dabei kamen sie zu beeindruckenden und aufsehenerregenden Ergebnissen. Bei männlichen Spitzenspielern wurde als Geschwindigkeitsrekord ein Wert von 362 km/h im Moment des Verlassens des Schlägers gemessen. Nicht weniger beeindruckend ist auch der Wert bei den Damen. Dort verläßt der Ball immerhin noch mit 320 km/h den Schläger!
Bitte vergleicht einmal mit der Aufschlaggeschwindigkeit beim Tennis (diese wird oftmals eingeblendet) - Eine Geschwindigkeit von 120 km/h ist schon an der Obergrenze.

Wer kann Badminton spielen? 

Jeder!!
Nur wenige Sportarten können für sich in Anspruch nehmen, für alle Sportinteressierten geschaffen zu sein. Badminton können tatsächlich alle spielen, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Behinderte, Damen und Herren, Leistungssport- u. Freizeitinteressierte.
Badminton ist sehr schnell zu erlernen. Erste Erfolgserlebnisse stellen sich schnell ein. Bereits nach zwei Stunden kann jeder ein Match austragen. Durch gute Trainer sind grundlegende Techniken und Taktiken schnell zu vermitteln.
Deshalb: Fangt an!


"Vorteile" von Badminton

- spaßvoll bis ins hohe Alter (7 - 70) - jeder kann mit jedem spielen
- ist gesund (wirkungsvolle Trainingsform für das Herz-Kreislauf-System)
- ist dynamisch und fair
- ist anspruchsvoll und einfach zugleich
- trainiert spielerische Cleverness
- ist kommunikativ und familienfreundlich, denn man spielt zu zweit oder zu viert
- fördert Team- und Kampfgeist zugleich
- hat jeder als "Federball" schon gespielt
- hat ein positives Image und ist spaßorientiert
- beansprucht alle wichtigen Muskelgruppen
- trainiert während des Spiels Koordination und Kondition zugleich
- erschwingliche Ausrüstung (Schläger ab 30,- DM, Bälle, Hallensportschuhe)


Zur Geschichte des Sports  - Die Entstehung

Der Name Badminton wird auf die Leidenschaft des Dukes of Beaufort zurückgeführt, der gegen Ende des letzten Jahrhunderts auf seinem Landsitz Badminton House im englischen Gloucestershire ein Federballspiel kultivierte, das Kolonialoffiziere aus Indien mitgebrachten (Poona). Hier, aber auch in Mexiko wurde bereits mit Federball und Lederschlägern gespielt. Auch brasilianische Indianer schlugen zu ihrem Vergnügen einen Federball - einstweilen jedoch mit der flachen Hand (Indiaka). Jüngeren Forschungen zufolge reichen die letzten Nachweise für die Urform unseres heutigen Badminton bis ins Jahr 681 n.Chr. zurück.

Die heutigen Regeln, die in 130 Ländern der Erde gelten, entstanden in England und wurden vom Bath Badminton Club in London festgelegt. Er richtet noch heute die "All England Badminton Championships" aus, die erstmalig 1899 für Herren und ein Jahr später auch für Frauen durchgeführt wurden.  
Im Jahr 1902 tritt als erster deutscher Verein der Bad Homburger Club dem englischen Verband bei.
Nach dem 1. Weltkrieg verbreiteten Soldaten das Spiel über die ganze Welt.
Am 05. Juli 1934 wurde die International Badminton Federation (IBF) mit Sitz in London gegründet, dem inzwischen 130 Mitgliedsländer angehören..
In Deutschland wurde das Spiel nach dem 1. Weltkrieg ebenfalls durch Kontakt zu den Besatzungsmächten bekannt. Leider verhinderten die hohen Importpreise  der Geräte eine schnelle Verbreitung.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde es in Deutschland durch die Bonner Fabrikanten Dr. Hans Riegel (Hans Riegel Bonn = HARIBO) und Paul Riegel, die das Spiel in Dänemark kennen gelernt hatten, bekannt und populär gemacht. Die erste Federballwelle breitete sich über Deutschland aus und es kam zu ersten Vereinsgründungen.
Am 18. Januar 1953 wurde in der damaligen BRD der "Deutsche Badminton Verband" durch 30 Vereine in Wiesbaden gegründet.  Dieser ist Mitglied im Deutschen Sportbund (DSB) und im Nationalen Olympischen Komitee (NOK) für Deutschland. Dr. Hans Riegel war übrigens der erste Präsident.


In der DDR vollzog sich annähernd die gleiche Entwicklung. Als Sartjahr des organisierten Spielbetriebes galt das Jahr 1956. Abweichend zur damaligen BRD wurde in der DDR jedoch statt "Badminton" der deutsche Begriff "Federball" verwendet  Folgerichtig wurde der "Deutsche Federball Verband" gegründet. Auch dieser Verband war Mitglied der IBF.
(wird für die Entwicklung in der DDR und in Leipzig noch fortgesetzt)
 


Strukturen im Deutschen Badminton Verband

In Deutschland gibt es 4,5 Millionen Spielerinnen und Spieler, die regelmäßig, aber ohne Vereinsbindung,  in einem der bundesweit über 300 Badminton-Center spielen.
Weiterhin sind bundesweit über 250.000 Mitglieder in 2.900 Badmintonvereine registriert. Damit steht der DBV an 20. Stelle (von 57) der Größenordnung der deutschen Sport-Fachverbände. Der Deutsche Badminton Verband ist in 17 Badminton- Landesverbände gegliedert, die wiederum die Direktverbindung über die Vereine zu den Spielerinnen und Spielern herstellen. (Quelle: DSB '99).
In Sachsen selbst sind innerhalb des Badmintonverband Sachsen  90 Vereine mit insgesamt 3.400 Mitgliedern gemeldet und aktiv (Stand Mai 2002). Von den gemeldeten Sportlern sind 2.500 im Besitz eines Spielerpasses und im Wettspielbetrieb aktiv.    


Badminton und Olympia

Badminton ist, nach Demonstrationsveranstaltungen 1972 in München und 1988 in Soul, seit 1992 in Barcelona olympische Disziplin. Seit den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta ist auch das Doppel und Mixed vertreten. Als Olympiadisziplin zieht Badminton immer mehr Fans in seinen Bann. Es ist national und international weit verbreitet. Badminton ist eine Domäne der Südostasiaten und -asiatinnen. Auch bei Olympia gehen seit der Premiere 1992 in Barcelona 29 von 31 Medaillen in den südostasiatischen Raum. Die Menschen in diesen Ländern wie Indonesien oder Malaysia, die sonst nie einen Olympiasieger gestellt hatten, waren und sind begeistert. Kleiner Vergleich: Parallel zur Fußball-WM 2002 -mit großem Erfolg der chinesischen Fußballelf, ihr erinnert euch- fanden die Badmintonspiele  im Thomas-Cup (die inoffizielle WM) statt. Das chinesische Fernsehen übertrug insgesamt 14 Stunden Fußball, aber 42! Stunden Badminton. Wettspiele mit bis zu 40.000 Zuschauern sind in den asiatischen Ländern keine Seltenheit.
Nur den Dänen ist es mitunter gelungen, in die Phalanx der Spieler aus Indonesien, Südkorea, China und Malaysia einzudringen.

In Europa ist Dänemark die Hochburg unserer Sportart, sie ist dort populärer als hierzulande Fußball.
Bei der Premiere zu den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona errang Thomas Stur-Lauridsen Bronze. In Barcelona gelingt Poul-Erik Hoyer-Larsen 1996 die absolute Sensation. Der Mann, der vorher bei Weltmeisterschaften nicht über Platz fünf hinausgekommen ist, dringt überraschend ins Finale vor und besiegt dort den Chinesen Jiong Dong glatt in zwei Sätzen.


Bei den Olympischen Spielen 2004 hat es nur ein britisches Mixed in die Finals geschafft. Alle anderen Begegnungen waren Sache der Asiaten.


Badminton und Tennis - ein ungewöhlicher Vergleich

Sportredakteure des Dänischen Fernsehens machten eine ungewöhnliche und interessante Untersuchung:

Ein Vergleich zwischen dem Badminton-Weltmeisterschaftsfinale Han Jian gegen Morten Frost 1985 in Calgary und dem Finale der All England Championships in Wimbledon zwischen Boris Becker und Kevin Curren im gleichen Jahr. Sie verglichen dabei verschiedene Daten beider Matches. Auch wenn diese Untersuchung bereits 1985 durchgeführt wurde, hat diese nichts an Aktualität verloren.

Das Ergebnis war erstaunlich und spiegelte die bei weitem höhere Herz-Kreislauf-Belastung des Badmintonsports eindrucksvoll wieder:



 

     Tennis Wimbledon  Finale
Becker/Curren

Badminton: Finale
Weltmeisterschaft
Han Jian/Morten Frost

Dauer des Spiels ca. 3 Stunden ca. 1.5 Stunden
Reine Spielzeit 18 Minuten 37 Minuten
       Spielzeit in % der Dauer 9 % 48 %
     zurückgelegter Weg 3.7 km 7.3 km
    Schläge pro Ballwechsel 3.4 13.5

Fazit: Badminton ist von der Belastungsart her eine enorm anspruchsvolle Sportart!
Aber: Der Anfänger und Hobbyspieler kann seine individuelle Belastungsintensität ganz frei selbst bestimmen, Überanstrengungen braucht keiner zu befürchten!


Quelle: BADMINTON express, Ausgabe September 1994







letzte Änderung:
08
.10.2004