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Badminton
- der schönste Sport der Welt -
- Martin Knupp, Schriftsteller und
sehr erfolgreicher Badmintontrainer, sagte
einmal:
"Der Ausübende
sollte verfügen über
- die Ausdauer eines Marathonläufers
- die Schnelligkeit eines
Sprinters
- die Sprungkraft eines
Hochspringers
- die Armkraft eines Speerwerfers
-die Schlagstärke
eines Schmiedes
-die Gewandtheit einer Artistin
-die Reaktionsfähigkeit
eines Fechters
-die Konzentrationsfähigkeit
eines Schachspielers
-die Menschenkenntnis eines
Staubsaugervertreters
-die psychische Härte
eines Arktisforschers
-die Nervenstärke eines
Sprengmeisters
-die Rücksichtslosigkeit
eines Kolonialherren
-die Besessenheit eines
Bergsteigers
-die Intuition und Phantasie
eines Künstlers.
Weil diese Eigenschaften so selten in einer
Person versammelt sind, gibt es so wenig gute Badmintonspieler."
Wenn Ihr alle oben angeführten Eigenschaften
vorweisen könnt, solltet Ihr unbedingt zu uns kommen!
Und wenn nicht, dann seid ihr bei uns
erst recht richtig. Wir haben die Eigenschaften auch (noch)
nicht.
Badminton - Die schnellste Ballsportart
der Welt
Um es gleich am Anfang
zu sagen: Badminton ist definitiv die schnellste Ballsportart
der Welt.
Schweizer Militärtechniker haben zur Weltmeisterschaft
2000 mit der ihnen eigenen Präzision Geschwindigkeitsmessungen
an fliegenden Bällen durchgeführt. Dabei kamen sie zu
beeindruckenden und aufsehenerregenden Ergebnissen. Bei männlichen
Spitzenspielern wurde als Geschwindigkeitsrekord ein Wert von 362
km/h im Moment des Verlassens des Schlägers gemessen. Nicht weniger
beeindruckend ist auch der Wert bei den Damen. Dort verläßt
der Ball immerhin noch mit 320 km/h den Schläger!
Bitte vergleicht einmal mit der Aufschlaggeschwindigkeit
beim Tennis (diese wird oftmals eingeblendet) - Eine Geschwindigkeit
von 120 km/h ist schon an der Obergrenze.
Wer kann Badminton spielen?
Jeder!!
Nur wenige Sportarten können für sich in Anspruch
nehmen, für alle Sportinteressierten geschaffen zu sein.
Badminton können tatsächlich alle spielen, Kinder,
Jugendliche, Erwachsene, Behinderte, Damen und Herren, Leistungssport-
u. Freizeitinteressierte.
Badminton ist sehr schnell zu erlernen. Erste Erfolgserlebnisse stellen sich schnell
ein. Bereits
nach zwei Stunden kann jeder ein Match austragen. Durch gute
Trainer sind grundlegende Techniken und Taktiken schnell zu vermitteln.
Deshalb: Fangt an!
"Vorteile"
von Badminton
- spaßvoll
bis ins hohe Alter (7 - 70) - jeder kann mit jedem spielen
- ist gesund (wirkungsvolle
Trainingsform für das Herz-Kreislauf-System)
- ist dynamisch und fair
- ist anspruchsvoll und
einfach zugleich
- trainiert spielerische
Cleverness
- ist kommunikativ und
familienfreundlich, denn man spielt zu zweit oder
zu viert
- fördert Team- und
Kampfgeist zugleich
- hat jeder als "Federball"
schon gespielt
- hat ein positives Image
und ist spaßorientiert
- beansprucht alle wichtigen
Muskelgruppen
- trainiert während
des Spiels Koordination und Kondition zugleich
- erschwingliche Ausrüstung
(Schläger ab 30,- DM, Bälle, Hallensportschuhe)
Zur Geschichte
des Sports - Die Entstehung
Der Name Badminton wird auf die Leidenschaft des Dukes
of Beaufort zurückgeführt, der gegen Ende des letzten
Jahrhunderts auf seinem Landsitz Badminton House im englischen
Gloucestershire ein Federballspiel kultivierte, das Kolonialoffiziere
aus Indien mitgebrachten (Poona). Hier, aber auch in Mexiko
wurde bereits mit Federball und Lederschlägern gespielt. Auch
brasilianische Indianer schlugen zu ihrem Vergnügen einen
Federball - einstweilen jedoch mit der flachen Hand (Indiaka).
Jüngeren Forschungen zufolge reichen die letzten Nachweise für
die Urform unseres heutigen Badminton bis ins Jahr 681 n.Chr. zurück.
Die heutigen Regeln, die
in 130 Ländern der Erde gelten, entstanden in
England und wurden vom Bath Badminton Club in London festgelegt.
Er richtet noch heute die "All England Badminton Championships" aus, die erstmalig 1899
für Herren und ein Jahr später auch für Frauen
durchgeführt wurden.
Im Jahr 1902 tritt als erster deutscher Verein
der Bad Homburger Club dem englischen Verband bei.
Nach dem 1. Weltkrieg verbreiteten
Soldaten das Spiel über die ganze Welt.
Am 05. Juli 1934 wurde die International Badminton
Federation (IBF) mit Sitz in London gegründet, dem
inzwischen 130 Mitgliedsländer angehören..
In Deutschland wurde das
Spiel nach dem 1. Weltkrieg ebenfalls durch Kontakt
zu den Besatzungsmächten bekannt. Leider verhinderten
die hohen Importpreise der Geräte eine schnelle
Verbreitung.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde
es in Deutschland durch die Bonner Fabrikanten Dr.
Hans Riegel (Hans Riegel Bonn =
HARIBO) und Paul Riegel, die das Spiel in Dänemark kennen
gelernt hatten, bekannt und populär gemacht. Die erste Federballwelle
breitete sich über Deutschland aus und es kam zu ersten
Vereinsgründungen.
Am 18. Januar 1953 wurde
in der damaligen BRD der "Deutsche Badminton Verband" durch
30 Vereine in Wiesbaden gegründet. Dieser ist Mitglied im Deutschen
Sportbund (DSB) und im Nationalen Olympischen Komitee (NOK) für
Deutschland. Dr. Hans Riegel war übrigens der erste
Präsident.
In der DDR vollzog sich annähernd
die gleiche Entwicklung. Als Sartjahr des organisierten Spielbetriebes
galt das Jahr 1956. Abweichend zur damaligen BRD wurde in der DDR
jedoch statt "Badminton" der deutsche Begriff "Federball" verwendet
Folgerichtig wurde der "Deutsche Federball Verband" gegründet.
Auch dieser Verband war Mitglied der IBF.
(wird für die Entwicklung in der DDR und
in Leipzig noch fortgesetzt)
Strukturen im Deutschen Badminton
Verband
In Deutschland gibt
es 4,5 Millionen Spielerinnen und Spieler, die regelmäßig,
aber ohne Vereinsbindung, in einem der bundesweit
über 300 Badminton-Center spielen.
Weiterhin sind bundesweit über 250.000
Mitglieder in 2.900 Badmintonvereine registriert.
Damit steht der DBV an 20. Stelle (von 57) der Größenordnung
der deutschen Sport-Fachverbände. Der Deutsche Badminton
Verband ist in 17 Badminton- Landesverbände gegliedert,
die wiederum die Direktverbindung über die Vereine zu
den Spielerinnen und Spielern herstellen. (Quelle: DSB '99).
In Sachsen selbst sind innerhalb des Badmintonverband
Sachsen 90 Vereine mit insgesamt 3.400 Mitgliedern gemeldet
und aktiv (Stand Mai 2002). Von den gemeldeten Sportlern sind
2.500 im Besitz eines Spielerpasses und im Wettspielbetrieb
aktiv.
Badminton
und Olympia
Badminton ist,
nach Demonstrationsveranstaltungen 1972 in München
und 1988 in Soul, seit 1992 in Barcelona olympische Disziplin.
Seit den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta ist auch das
Doppel und Mixed vertreten. Als Olympiadisziplin zieht Badminton
immer mehr Fans in seinen Bann. Es ist national und international
weit verbreitet. Badminton
ist eine Domäne der Südostasiaten
und -asiatinnen. Auch bei Olympia gehen seit der Premiere 1992 in
Barcelona 29 von 31 Medaillen in den südostasiatischen Raum.
Die Menschen in diesen Ländern wie Indonesien oder Malaysia, die
sonst nie einen Olympiasieger gestellt hatten, waren und sind begeistert.
Kleiner Vergleich: Parallel
zur Fußball-WM 2002 -mit großem Erfolg der chinesischen
Fußballelf, ihr erinnert euch- fanden die Badmintonspiele im
Thomas-Cup (die inoffizielle WM) statt. Das chinesische Fernsehen übertrug
insgesamt 14 Stunden Fußball, aber 42! Stunden Badminton. Wettspiele
mit bis zu 40.000 Zuschauern sind in den asiatischen Ländern
keine Seltenheit.
Nur den Dänen ist es mitunter gelungen, in
die Phalanx der Spieler aus Indonesien, Südkorea, China
und Malaysia einzudringen.
In Europa ist Dänemark
die Hochburg unserer Sportart, sie ist dort populärer als
hierzulande Fußball.
Bei der Premiere
zu den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona errang Thomas
Stur-Lauridsen Bronze. In Barcelona gelingt Poul-Erik Hoyer-Larsen
1996 die absolute Sensation. Der Mann, der vorher bei Weltmeisterschaften
nicht über Platz fünf hinausgekommen ist, dringt überraschend
ins Finale vor und besiegt dort den Chinesen Jiong Dong glatt in
zwei Sätzen.
Bei den Olympischen Spielen 2004 hat es nur ein
britisches Mixed in die Finals geschafft. Alle anderen Begegnungen waren
Sache der Asiaten.
Badminton
und Tennis - ein ungewöhlicher Vergleich
Sportredakteure des
Dänischen Fernsehens machten eine ungewöhnliche
und interessante Untersuchung:
Ein Vergleich zwischen dem Badminton-Weltmeisterschaftsfinale
Han Jian gegen Morten Frost 1985 in Calgary und dem Finale
der All England Championships in Wimbledon zwischen Boris
Becker und Kevin Curren im gleichen Jahr. Sie verglichen dabei
verschiedene Daten beider Matches. Auch wenn diese Untersuchung
bereits 1985 durchgeführt wurde, hat diese nichts an Aktualität
verloren.
Das Ergebnis war erstaunlich und
spiegelte die bei weitem höhere Herz-Kreislauf-Belastung
des Badmintonsports eindrucksvoll wieder:
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Tennis Wimbledon
Finale
Becker/Curren
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Badminton: Finale
Weltmeisterschaft
Han Jian/Morten Frost
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| Dauer des Spiels |
ca. 3
Stunden |
ca. 1.5
Stunden |
| Reine Spielzeit |
18 Minuten |
37 Minuten |
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Spielzeit in % der Dauer |
9 % |
48 % |
| zurückgelegter Weg |
3.7 km |
7.3 km |
| Schläge pro Ballwechsel |
3.4 |
13.5 |
Fazit: Badminton ist von der Belastungsart her eine enorm
anspruchsvolle Sportart!
Aber: Der Anfänger und Hobbyspieler
kann seine individuelle Belastungsintensität ganz
frei selbst bestimmen, Überanstrengungen braucht keiner
zu befürchten!
Quelle: BADMINTON express, Ausgabe
September 1994
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