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Länderspiel
Deutschland -
Dänemark
vom 16.April 2003 in Leipzig
Eine Agenturmeldung brachte im Dezember 2002 sächsische Badmintonwelt
in Verzückung:
Im
April zwei Länderspiele
Das DBV-Präsidium hat in seiner Sitzung am
8.12. die Austragung von zwei Länderspielen
für das erste Halbjahr 2003 beschlossen. Am
16. April wird in Leipzig gespielt und am 17. April in Hamburg.
Verhandlungen werden mit Dänemark als Gegner
geführt. Ausrichter in Leipzig ist die HSG DHfK Leipzig
in Verbindung mit der HSP-Agentur Sport-Event-Contact.
Das Spiel
ist Geschichte: Der hohe
Favorit wurde gestürzt
1514 Zuschauer klatschten deutsches Team zum zweiten Sieg gegen Dänemark
Deutschland gewinnt zum zweiten Mal seit 1974 ein Länderspiel gegen
Dänemark (21 Niederlagen)
Das Spiel endet mit 3:2 für Deutschland. Die Siege wurden errungen
im Herren-Einzel, im Damen-Einzel und im Damen-Doppel. Die Ergebmisse im
Einzelnen:
MX: Ingo Kindervater
/ Nicol Pitro - Peter Steffensen / Helle Nielsen 9:15 3:15
DE: Juliane Schenk - Anne Marie Pedersen 11:7 11:2
HE: Bjørn Joppien - Daniel Damgaard 15:12 15:7
HD: Joachim Tesche / Jochen Cassel - Peter Steffensen / Thomas
Laybourn 3:15 5:15
DD: Juliane Schenk / Nicole Grether- Helle Nielsen / Julie Houmann
15:8 15:12
Zuschauer: 1514 (Quelle: LVZ v. 17/18.4.2003)
Dazu ein Pressebericht aus der "Leipziger
Volkszeitung" vom 21.04.2003:
Die Leipziger Volkszeitung berichtete im Rahmen der Länderspielberichterstattung
am 21.April unter dem Titel "Talent
bejubelte historischen Sieg" über Björn Biering von HSG DHfK
Leipzig. Autor: Rolf Becker.
Beim ersten bedeutenden Sportereignis, das nur vier Tage nach der
Wahl Leipzigs zur deutschen Bewerberstadt für die Olympischen
Spiele 2012 in der Messestadt stattfand, feierten die deutschen
Badmintonspieler einen riesigen Erfolg. Mit dem 3:2-Sieg gegen
Dänemark gelang der deutschen Nationalmannschaft in der mit 1514
Zuschauern restlos gefüllten Ernst-Grube-Sporthalle im 23.
Länderspiel erst der zweite Sieg gegen die Nordländer, dazu der
erste
seit 29 Jahren.
"Ein Sieg gegen die in unserem Sport in Europa führende Nation ist
immer etwas ganz Besonderes. Dass dies nun auch noch bei
unserem überhaupt ersten Länderspiel, das wir in Leipzig bestritten
haben, passierte, darüber freue ich mich ganz besonders", stellte
Dieter Kespohl fest. Der Präsident des Deutschen
Badminton-Verbands aus Hochspeyer, der auch der
Evaluierungskommission des NOK für Olympia 2012 angehörte, lobte
dabei die Leipziger Organisatoren um Gerd Pigola und Hermann
Härtwig: "Eine perfekte Veranstaltung, dazu eine tolle
Zuschauerkulisse. Auch das zeigt mir, dass wir vor einer Woche richtig
gewählt haben, als wir uns für Leipzig entschieden."
Heimische Aktive hatten noch keinen Anteil an diesem wahrhaft
historischen Sieg. "Aber auch das wird sich ändern, denn ich bin fest
davon überzeugt, dass es in den neuen Bundesländern auch für
Badminton ein riesiges Potential gibt", unterstrich Kespohl. Einem
Leipziger Talent konnte er vor der großen Kulisse für seinen bisher
größten Erfolg in seiner noch jungen Laufbahn gratulieren. Der
14-jährige Björn Biering vom Länderspiel-Gastgeber HSGDHfK
wurde
vor kurzem in Nordhorn mit Marina Böhring (Brauweiler) deutscher
Jugendmeister in der Altersklasse U 15 im Mixed und erkämpfte dazu
Bronze im Einzel.
Seit seinem achten Lebensjahr betreibt Björn diese Sportart. Sein
Vater und sein zweieinhalb Jahre älterer Bruder Benny, der in der
vergangenen Saison schon zum Stamm der DHfK-Regionalliga
gehörte, haben daran entscheidenden Anteil. Jetzt trainiert er drei
bis
vier Mal in der Woche. "Björn hat eine hervorragende Einstellung zu
seinem Sport, tut auch aus eigenem Antrieb heraus sehr viel. So ist er
Stammgast im Fitnessstudio des SCDHfK", lobt ihn Gerd Pigola, der
langjährige Badminton-Chef der HSGDHfK. Welche hohen Ziele sich
der junge Mann selbst stellt, hört sich so an: "Ich möchte alles
erreichen, was in unserem Sport möglich ist, Weltmeister,
Olympiasieger werden". Und fügt schmunzelnd hinzu: "Wenn die
Olympischen Spiele 2012 nach Leipzig kämen, dann bin ich ja gerade
im besten Alter."
Derzeit noch Schüler in der achten Klasse an der Leipziger
Humboldt-Schule besucht Björn vom kommenden Schuljahr an das
Coubertin-Gymnasium in Berlin. "Das ist neben Kaiserslautern und
Jena eins von derzeit nur drei Sportgymnasien in Deutschland, an
dem Badminton gelehrt wird", begründet er seine Entscheidung, will
aber weiter für "seine" HSGDHfK spielen.
Rolf Becker
Die Mannschaft Dänemarks
Mit Dänemark
hat der DBV die Badmintonnation
in Europa zum Kräftemessen gewonnen. Im Fußball
würde man sagen, Deutschland spielt gegen England.
Die Dänen sind die einzigen Europäer, denen
es gelungen ist, in die Phalanx der Asiaten einzudringen und
europäische Weltmeister zu stellen.
Dieses
Länderspiel freute uns ungemein, da Spiele gegen
Dänemark zu Raritäten des Deutschen Badminton
Verbandes zählen. Knapp ein halbes Jahrhundert
nach der Gründung des Deutschen Badminton-Verbandes
gab es erst zwanzig offizielle Aufeinandertreffen beider
Nationen. Von diesen zwanzig Länderspielen fanden
immerhin fünfzehn Partien bei einer Europameisterschaft
bzw. beim Tomas- und Ubercup statt.
In Leipzig
gab es nach siebzehn Jahren den zweiten offiziellen
Länderwettkampf der A-Nationalmannschaften auf
deutschem Boden (Der letzte fand 2002 in Hamm statt). Als
Beweis, dass mit den Dänen ein den Chinesen ebenbürtiger
Gegner nach Leipzig gekommen war, haben ich für Euch
folgende Daten zusammengetragen:
Bei Europameisterschaften
zwischen 1968 und 2000 haben die Dänen
folgende Erfolgsbilanz aufzuweisen:
Individualwettbewerbe
37 Gold
, 37 Silber, 45 Bronze
Mannschaftswettbewerbe
8 Gold,
6 Silber, 1 Bronze
Bei
Weltmeisterschaften (ab 1977) sieht die Erfolgsbilanz
nicht viel anders aus:
8
Gold, 11 Silber, 22 Bronze
Und auch
bei Olympischen Spielen (seit Barcelona 1992)
haben die Dänen immer ein Wort bei der Medaillenvergabe
mitgesprochen:
1
Gold, 1 Silber, 1 Bronze
Weitere
Informationen zum Dänischen Badminton finden
Sie auf der Seite des [Danmarks Badminton
Forbund] (Seite leider nur in
dänisch).
Die Mannschft Deutschlands
Das deutsche
Aufgebot:
Björn Joppien,
Jens Roch, Björn Siegemund, Kristof Hopp, Thomas Tesche,
Juliane Schenk, Petra Overzier, Nicol Pitro, Carina Mette, Kathrin
Piotrowski, Nicole Grether.
Und
wer Fragen hat oder Hilfestellung braucht, bitte mutig
den Ball schlagen!
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