Über uns - Vereinsgeschichte
GESCHICHT DER BADMINTON-ABTEILUNG
- 1985 In diesem Jahr wurde innerhalb der damaligen
Betriebssportgemeinschaft “BSG Kraftfuttermischwerk
Leipzig“ die Sektion Federball gegründet. Ursprünglich
war nur vorgesehen, durch das Betreiben dieser vielseitigen Sportart
einen Ausgleich zum oftmals monotonen Arbeitsalltag zu erhalten.
- 1986 Nach einem Jahr des Bestehens war der
sportliche Ehrgeiz so richtig geweckt. Wir beschlossen, uns
am aktiven Wettspielbetrieb zu beteiligen und suchten den sportlichen
Vergleich mit anderen Mannschaften. Bis zur Saison 1989/1990
spielten wir in der Kreisklasse. Wir nahmen auch an den Mannschafts-
Pokalwettbewerben teil, erkämpften 1998 den Kreispokal und
errangen anschließend mit dem 2. Platz im Bezirkspokal unseren
größten Erfolg.
- 1990 In diesem Jahr erfolgte die Umbenennung
des Vereins in TSV Leipzig 76. Gleichzeitig begann mit
der Saison 1990/91 ein neues Kapitel in der nunmehrigen Abteilung
Badminton. Wir schafften den Aufstieg in die 2. Bezirksklasse
und traten seit dieser Zeit auch mit einer 2. Mannschaft zum Wettspielbetrieb
an.
- 1991 Wir suchten internationalen Kontakt
und fanden ihn in der Mannschaft Slavoj MP Plzen. Die erste Begegnung
fand noch im selben Jahr in Leipzig statt. Neben dem reinen sportlichen
Abtasten kamen wir uns auch freundschaftlich näher. Als
logische Folge wurde beschlossen, sich regelmäßig wechselseitig
zu besuchen, ein schönes Turnier zu spielen und die Freundschaft
zu festigen.
-1992 Aus einer Badmintonzeitschrift erfuhren
wir, dass ein Verein namens SV Hinrichsfehn in der Nähe
von Wiesmoor in Ostfriesland das gleiche Bedürfnis hatte
wie wir ein Jahr zuvor. Wir nahmen erfolgreich Kontakt auf und
aus dem Zweierturnier wurde ein Dreierturnier, da auch zwischen
den Plzenern und den Hinrichsfehner sofort Symphatie bestand.
Die jährlich stattfindenden, wechselseitigen Treffen dienten
neben dem sportlichen Kräftemessen auch dem Kennenlernen der
Sehenswürdigkeiten, Sitten und Gebräuche des jeweiligen
Gastgebers. In den folgenden Jahren haben wir stets in der gleichen
Spielklasse gespielt und dabei den Aufstieg zweimal nur um Haaresbreite
verfehlt.
-1998 In diesem Jahr fand ein schmerzhafter
Einschnitt statt. Wegen des Ausscheidens mehrerer Leistungsträger
konnten wir nur noch eine Mannschaft zum Wettspielbetrieb anmelden.
-2001 In der Saison 2000/2001 belegen wir den
dritten Platz von sieben Mannschaften – die beste Plazierung
nach dem Ausscheiden unserer Leistungsträger. Doch es gab noch
weitere Änderungen. Durch die Auflösung der WSG Guths-Muths
stoßen bewährte Spieler zu unserem Team hinzu und
erhöhen die Spielstärke der Mannschaft.
-2003 In diesem Jahr absolvierten wir die "verflixte
13." Saison in der Bezirksklasse - mit Erfolg. Mit viel Kampfgeist konnte
gegen Ende der Spielzeit de Klassenerhalt aus eigner Kraft gesichert werden.
Leider haben uns zwei Leistungsträger, Ina und Viola, verlassen. Aber
unsere Damen sind leistungsstark genug, um die Vakanz verlusstlos auszugleichen.
-2004 Leider konnte der Klassenerhalt diesmal
nicht geschafft werden. In der Saison 2004/2005 spielen wir also in der
Kreisliga. Dank Verstärkung im Männerbereich und ansteigender Leistungen
der 2001 hinzugekommenen Sportfreunde verläuft die Saison bislang ausgezeichnet.
Immerhin haben wir unsere Halle behalten, die eigentlich nach den
Vorstellungen unserer Stadtväter hätte geschlossen werden sollen. Der
Zu(Ver)fall wollte es aber, dass die Nachbarhalle wesentlich baufälliger
war als unsere Halle. Das wäre wahrscheinlich das Aus des Grünauer
Badminton gewesen. Wieder mal Schwein gehabt!
-2005 Nach Abschluss der Spielsaison
Platz 2. Das Saisonziel des Wiederaufstiegs wurde
verfehlt. Allerdings lag es diesmal nicht an der Leistung unserer Aktiven.
Wir haben in dieser Saison nur eine Niederlage hinnehmen müssen. Aber
Dank einer Lücke im Regelwerk gelang es einem sehr ehrgeizigen Verein
durch den Einsatz von Spielern, die normalerweise vier Spielklassen höher
antreten, den Spitzenplatz zu erringen. Aber es herrscht keine Wehmut -
das Team hat sich gefestigt. Leider musste uns Gunter Behrenz aus
beruflichen Gründen gen Österreich verlassen. Dafür haben wir mit Ulf
Grey aus Flensburg einen adäquaten Ersatz zu verzeichnen.
Kraftfuttermischwerk
Das Kraftfuttermischwerk Leipzig befand sich auf dem Gelände
des Lindenauer
Hafens.
Einem 1964 gefassten Ministerratsbeschluss der DDR-Regierung
zur Steigerung der Mischfutterproduktion für die Landwirtschaft
entsprechend entstand hier in den Jahren 1965 bis 1968, parallel zu
9 weiteren Werken in der DDR, der 13-geschossige monolithische Stahlbetonbau
des Mischerhauses. Mit 56 m Höhe überragt er alle älteren
Hafengebäude.
Im Drei-Schicht-System wurden hier jährlich 200.000
t hochwertige Mischfutter unterschiedlichster Zusammensetzung für
Rinder, Schweine, Geflügel und Fische hergestellt.
Als Lagerhaus des Kraftfuttermischwerks diente das Silo
der ehem. Rhenus - Transportgesellschaft mit einer Lagerkapazität
von 10.000 t.
Das Kraftfuttermischwerk hat die
Wende überstanden und firmiert heute unter
"Lei-Kra Leipziger Kraftfutter", sichtbar im Straßenbild
mit den großen Silofahrzeugen.
(Quelle zu "Mischfutterwerk":
Wolfgang Grundmann: "Historisches rund um Grünau", zweite Auflage,
Kulturbund der DDR, Gesellschaft für Heimatgeschichte, Messedruck
Leipzig, 1988)
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