Leipzig ist eine berühmte und weltbekannte Stadt, was nicht nur auf Goethe und Schiller zurück zu führen ist. Es gab auch historische Momente, in denen die Poesie keine Rolle spielte.

Die Völkerschlacht bei Leipzig..., dieses monumentale Bauwerk, errichtet zwischen 1898 und 1913, erinnert an die Toten und ist Symbol des Sieges über die napoleonische Fremdherrschaft.

Das Denkmal wurde auf einer Grundfläche von 5400m m² gebaut. Am Fuße ist es 124 m breit; 92 m ist es hoch. Mehr als 1 Million m³ Erde mussten bewältigt werden. 120 000 m³ Stampfbeton waren zu verarbeiten und
12 500 m³ Granitporphyr zu brechen. Letzteres verarbeitete man in 26 500 Blöcke, 1200 kg und schwerer.

Man schätzt das Gesamtgewicht des Völkerschlachtdenkmals auf ungefähr 6 Millionen Zentner bzw. 300 000 t.

   
Unweit dieses monumentalen Bauwerks befindet sich die Russische Gedächtniskirche. Sie wurde errichtet für die 22 000, in der Völkerschlacht bei Leipzig gefallenen russischen Soldaten. Im Dezember 1912 erfolgte die Grundsteinlegung, die Weihe im Oktober 1913. Entworfen wurde dieses Bauwerk von einem Petersburger Architekten, die Bauausführung lag in den Händen von Leipzigern. Die Baukosten in Höhe von einer Million Mark übernahm die russische Seite, das Baugelände wurde von Seiten der Stadt Leipzig unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

Es handelt sich um einen zweigeschossigen Kirchenbau, anlehnend an die Christi-Himmelsfahrts-Kirche in Moskau. Der Turm hat eine Höhe von 55 Metern; seine Zeltdachkonstruktion ist bekrönt von einer vergoldeten Zwiebelkuppel. Das Untergeschoß ist umgeben von einem Arkadengang. Über zwei Freitreppen gelangt man zur Oberkirche. In ihr befindet sich ein 18 Meter hoher Ikonostas nach altrussischem  Vorbild.

   
Wer bei einem Spaziergang den Markt überquert, wird einem Bau im Stile der Renaissance aus dem 16. Jahrhundert gegenüberstehen, dem Alten Rathaus. Der Rathausturm hingegen wurde im 18. Jahrhundert erhöht, und zwar im Barockstil.

In diesem Gebäude befindet sich heute das Stadtgeschichtliche Museum.

   
Unser Neues Rathaus gleicht einer Burg. Das war es auch einst; errichtet auf dem Grund der ehemaligen Pleißenburg, beherbergt es heute die Stadtverwaltung. Der Turm zeichnet sich mit einer Höhe von 114,5 Meter aus und steht auf dem Stumpf der alten Burganlage. Er ist als Aussichtsturm zugänglich.
   
   
   
Und wem nach diesem innerstädtischen Bummel die Füße etwas weh tun, der kann sich, vor allem bei schlechtem Wetter, bei einem Glas Wein oder einer Tasse Kaffee in den Leipziger Passagen ausruhen.

Neben müden Spaziergängern findet man hier viele Studenten und Touristen, denen dieses Ambiente besonders gefällt. Mir übrigens auch.

Wer aber noch mehr über Leipzig erfahren möchte, der sollte sich doch einfach mal ein Wochenende in dieser "neuen" alten Stadt gönnen.