Am ersten Ferientag riß uns lautes Weckerfiepen schon 4:30
Uhr aus dem Schlaf. Denn sehr zeitig mußten wir auf die Räder
steigen, um unseren Zug nach Dresden zu bekommen. Das war kein Problem, das
Umsteigen in Dresden schon eher, denn: wir kamen unten an, der Zug nach Prag
fuhr oben, also fünf Räder nebst Gepäck die Treppe rauf. Da
weiß man, was man geschafft hat!!!
In Prag war das Umsteigen kein Problem, der Zug fuhr am gleichen Bahnsteig ab.
Der Zug in Tschechien erinnerte uns an alte DDR- Zeiten, da es Waggons aus
ostdeutscher Produktion waren und der Zug genauso voll war wie früher, wenn
man an die Ostsee fuhr. Wir standen die ganze Zeit im Gang, nebst unserem
Gepäck, das wir gut verteilen mußten, denn die Leute sollten ja auch
noch durchkommen.
Zum Schluß ging es noch mit einem kleinen Bummelzug bis Krnov zu
Füßen des Altvatergebirges entlang. Vorher wurde es nochmal richtig
spannend, denn hier hatte der Schaffner noch nie eine internationale
Fahrradkarte der Bundesbahn gesehen. Erst die Vermittlung einer
englischsprechenden Mitreisenden brachte ihn dazu, seinen Gepäckwagen
für die Räder zu öffnen. |
 |
Die ganze Zugfahrt über war schönstes Hochsommerwetter, aber kurz
bevor wir in Krnov ankamen, sahen wir die ersten dunklen Wolken, die genau dort
entlangzogen, wo wir hinfuhren. In Krnov angekommen, regnete es bereits. Wir
kramten also unsere Regensachen heraus und kurz vor 18:00 Uhr ging es endlich
richtig los. Mit dem Regen allerdings auch. Nach zirka 6 km erreichten wir die
tschechisch- polnische Grenze, die wir problemlos passieren konnten. Und kurze
Zeit später rollten wir auf den Zeltplatz in Petrovice. Zum Glück
hatte es aufgehört zu regnen, so daß wir in Ruhe unser Zelt aufbauen
konnten. Nach diesem anstrengenden Reisetag gings natürlich zeitig in die
Schlafsäcke. |