| Gastfreundschaft ist was Tolles, aber manchmal auch anstrengend.
Es hat eine ganze Weile am Morgen gedauert, bis wir abfahrbereit waren.
Innerlich haben wir uns schon etwas nach Ruhe gesehnt. Wenn man tagsüber in
die Pedale tritt, gewöhnt man sich schnell an Ruhe und Stille und die
Möglichkeit, seine Gedanken schweifen zu lassen. Trotzdem möchten wir
die Zeit dort nicht missen, und das, was wir an Gastfreundschaft erfahren haben. Gegen Mittag, als
wir schon fast abfahrfertig waren kam ein alleinstehender Bauer zu uns und
überraschte uns mit einer extra für uns gekochten Suppe. Dazu schenkte
er uns selbstgemachten Speck und Brot. (Er wird sicher gedacht haben, daß
wir auf unserer Tour keine Gelegenheit zum Kochen haben.) Wir haben die ganze
Suppe gegessen obwohl wir eigentlich noch satt vom Frühstück waren.
und der Speck war köstlich, er zerging fast auf der Zunge, hm...! Als wir dann endlich abfahrbereit waren, gab es erstmal einen Platten.
Diesmal hatte es Johannes erwischt und dieses Pech hatte er an diesem Tag mehrmals,
irgendwie hielt der Kleber nicht richtig. Da Elisabeth sich etwas schlapp
fühlte, sahen wir die Pausen am Straßenrand als nicht so schlimm an.
Trotzdem sind wir nach drei Stunden gerademal fünf Kilometer weit gekommen. |