Nach einem geruhsamen Frühstück stehen erstmal diverse
Hausarbeiten wie Abwaschen und Wäsche waschen auf dem Plan. Danach
starten wir mit unbeladenen Rädern, komisches Fahrgefühl so ohne
Gepäck, zu einer Seeumrundung. Da diese Tour größtenteils auf
Wegen direkt am See entlangführt, reicht ein Blick auf die Tageskilometer,
um sich vorzustellen, wie groß der See ist. Der Turawasee ist sicher ein
Naherholungsgebiet für die ganze Wojewodschaft Opole, leider haben wir
nichts zur Geschichte dieses reizvollen Sees in Erfahrung bringen können,
doch die Gegend ist sehr schön. Selbst eine ziemlich überlaufene
Strandpromenade gibt es. Aber viel angenehmer sind die vielen Waldwege und
einsamen Wiesen. Selbst mittags gegen Eins kann einem da ein prächtiger
Rehbock über den Weg laufen.
Nach der halben Seeumrundung gings erstmal zum Einkaufen und Mittagessen in die
nächste Ortschaft Ozimek. Da wir im oberschlesischen Industriegebiet sind
gab es auch hier ein Hüttenwerk, das aber nur noch einen Bruchteil der
Beschäftigten von vor zehn Jahren hat, wie uns jemand erzählte. Trotz
all dieser Probleme sind auch größere Ortschaften sauber und
ordentlich. Zwar hat nicht jedes Haus einen frischen Anstrich, aber man kann
sehen wieviel Mühe darauf verwand wird, die Gebäudesubstanz zu
erhalten. Mittag gegessen haben wir in einem gemütlichen Imbiss. Die Kinder
waren mit Pizza zufriedenzustellen, wir haben uns für Bigosz entschieden,
ein leckeres polnisches Gericht aus Sauerkraut und Fleischwürfeln. |
Zurück am See konnten wir die neugetankten Kalorien gleich im Kampf
gegen den Wind einsetzen, der ziemlich heftig von der Seite und von vorn wider
uns wehte. Auf unserem Weg auf dem Damm konnten wir auch viele Angler
beobachten. Fische scheint es hier jedenfalls reichlich zugeben, die vielen
Fischverkaufsstände und Imbissbuden legen diesen Gedanken nahe. Wir haben
am Abend Zander probiert, frisch und wieder so lecker gebacken, wie am
Vorabend.
Leider war es an diesem Abend nicht so ruhig, da wir von mehreren anderen
Campern umgeben waren, die sich gegenseitig ihre Musik aufzwingen wollten. Wir
als die Ruheliebenden hatten leider das Nachsehen. Gegen 23 Uhr war dann zum
Glück endlich Ruhe. Schade, das hat uns den eigentlich schönen
Zeltplatz etwas vermiest. |
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