| Nachdem wir mitten in unserer Baustellenwohnung unsere Radtaschen, Zelt
usw. gepackt hatten, konnten wir pünktlich 15:00 Uhr die Tür hinter
uns schließen, alles einigermaßen staubfrei auf unsere Räder
packen und losradeln. Unseren Zug nach Riesa erreichten wir problemlos und auch
das Umsteigen in den Zug nach Rostock klappte gut. In Rostock wollten wir mit
einer der beiden 23:00 Uhr- Fähren fahren. Leider fuhr nach 20:00 Uhr keine
S- Bahn mehr zu Hafen. Ich hatte zwar einen Stadtplan mit ausgearbeiteter
Strecke, aber es war etwas schwierig sich zurechtzufinden. Im Dunklen
mußte man jedesmal halten, um rauszufinden, welche Straße geht´s denn
nun weiter. |
|
Wir kamen kurz vor 23:00 Uhr an, aber auf keiner der beiden
Fähren durften wir noch mit. Sie waren gerade beim Ablegen. So blieben uns
zwei Möglichkeiten:
1.: Im Hafen recht und schlecht zu übernachten und morgens um Acht
Uhr mit der nächsten Fähre zu fahren.
2.: 23:45 Uhr mit dem Katamaran zu fahren und mitten in der Nacht in
Trelleborg anzukommen.
Da wir noch nie mit dem Katamaran gefahren waren, gab´s da nicht viel zu
überlegen. Also haben wir die Nachtüberfahrt gewagt und rollten 2:45
Uhr in Trelleborg an Land. Unser erstes Ziel war aus Trelleborg raus und
irgendwo ein Plätzchen zum Schlafen zu finden. Wir wandten uns gen Osten,
Richtung Ystad um gleich der Skånespåret zu folgen einem
ausgeschilderten Kurs durch Skåne. Nachdem wir die letzten Ausläufer
von Trelleborg hinter uns gelassen hatten, fanden wir etwas abgelegen von der
Straße ein Plätzchen am Feldrand an einer Eiche.
Wir rollten unsere Matten aus, krochen in die Schlafsäcke- die herrliche
Sommernacht war uns inzwischen fast egal- Hauptsache endlich Schlaf. |