| Daß wir nicht besonders lange schlafen konnten, kann man sich
bei den Bedingungen ja denken. So waren wir recht zeitig unter der Dusche zu
finden.
Danach haben wir uns ein schönes Plätzchen im Kartenzimmer gesichert.
Hier hatten wir Seeblick, gemütliche Sitze und einen Tisch. Leider war es etwas
diesig, allzuviel gab es auf der Überfahrt nicht zu sehen. Ganz schwach in
der Ferne lag die Insel Saaremaa, auf der wir schon mal unterwegs waren. Kurz
vor der Ankunft in Hanko begannen sich mächtige Wolkenberge
aufzutürmen und der Wind frischte auf. Das Schiff hatte Schwierigkeiten,
den Hafen anzulaufen. Aber mit Hilfe zweier Schlepper klappte es dann
doch. |
| Als wir vom Schiff fuhren, regnete es, aber bis wir unsere
Regensachen hervorgekramt hatten, war die Husche schon fast vorbei. Da heute Midsommarabend
in Finnland gefeiert wurde, war in Hanko nicht viel los. Es war ja auch schon
nach 18:00 Uhr,wir wollten nun auch endlich noch ein paar Kilometer fahren,
wir hatten ja den ganzen Tag fast nur gesessen. Also hatten wir das kleine
Städtchen bald hinter uns gelassen und rollten auf einer Straße mit einem
gut ausgebautem breiten Radweg in nordwestliche Richtung. Nach 20 Kilometern
begannen wir dann, uns nach einem gemütliches Plätzchen für die
Nacht umzuschauen. Bald hatten wir auch die ideale Stelle gefunden. Ruhig, nach
der Nacht auf dem Schiff war uns das sehr wichtig, sonnig, windgeschützt
und von der Straße aus kaum zu sehen. Es war ein richtig entspannter
Abend, genau das, was wir nach der langen Überfahrt brauchten.
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