| Dieser Tag begann gut ausgeschlafen und nach dem Packen
starteten wir voll Tatendrang in den ersten vollen Tourtag. Als Erstes galt
es jedoch eine Einkaufsmöglichkeit zu finden. Heute war Samstag, der Samstag
nach dem 21. Juni, das bedeutet: Feiertag in Finnland und an dem hat wirklich
fast nichts auf. Wir hofften an der großen Straße, der wir bis jetzt
gefolgt waren, wenigstens eine Tankstelle zu finden, bevor wir auf die kleineren
Straßen abbogen, denen wir heute folgen wollten. Die Tanke fanden wir,
leider mußten wir beim Bezahlen mächtig schlucken, war ganz
schön teuer hier. Aber dann gings endlich richtig los. Das rauf und runter
leider auch, von einem Hügel auf den nächsten. Solange die
Straße asphaltiert war, ging das ja noch. Aber ohne Asphalt wurde das
Ganze zu einem Waschbrett erster Güte, was uns ganz schön in die Beine
ging. Aber irgendwie hatten wir das schon erwartet. Schärenküste ist
nun man nicht flach wie ein Brett. Die Landschaft ist trotzdem Klasse.
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Gegen Nachmittag wurde uns bewußt, das wir gar nicht
wußten, was Wasser auf Finnisch heißt. Für die vier Tage
wollte ich nicht extra ein finnisches Wörterbuch mitnehmen. Nun ja, blieb
uns noch die Hoffnung, daß hier viele Finnen Schwedisch können. Oder
vielleicht ein paar Englisch. Zur Not müssten wir eben unsere leeren
Flaschen zeigen. Schließlich sahen wir in einem Garten Leute beim
Kaffeetrinken, die wir fragen konnten. Irgendwie klappte auch die
Verständigung und wir durften unsere Flaschen in einer Küche
auffüllen, die aussah wie in einem Petterson& Findus- Buch. Mit einer herrlichen
Küchenbank, Schaukelstuhl, Flickenteppichen und so weiter. Einfach
toll. am zeitigen Abend begannen wir, uns die Gegend noch genauer anzusehen,
um eine geeignete Zeltstelle zu finden. Die Suche dauerte auch nicht lange. Dann
begann der gemütliche Teil des Nachmittags mit Lesen, spielen, schreiben, nichtstun.
Bis dann die Zeit zum Kochen nahte und der Rest damit begann, die Zelte
aufzubauen und einzuräumen. Abends haben wir noch einen gemütlichen
Spaziergang zu zweit gemacht und dabei Massen von Walderdbeeren vertilgt.
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