Auszug aus einer mail, die ich schrieb, und die beschreibt, warum ich mich eine Zeit lang für Gott hielt: ... Hier nur weiterlesen wenn Du Bock drauf hast. Ich hielt mich doch heimlich für den Schöpfer aller Dinge. Schon allein weil Gerrit und Gott den gleichen Anfangsbuchstaben haben und ich am Todestag Jesu, Karfreitag zur Welt kam, zufällig etwa 2000 Jahre später (lies mal das Weinbergsgleichnis!) Natürlich habe ich das Universum und die ganzen Dinge wie KC 85 nicht bewußt erschaffen, vielmehr könnte das All während meiner Zeugung oder Geburt augenblicklich dagewesen sein und erstreckt sich von dort aus folgerichtig in alle Zeitrichtungen. Laut Quantenphysik hat ein Teilchen nicht nur alle m ö g l i c h e n Zukünfte sondern auch alle möglichen Vergangenheiten. Es müßte also von der Reihenfolge her gar nicht mit dem Urknall begonnen haben, der ist nur eine mögliche Vergangenheit des Kosmos, für dessen Mittelpunkt ich mich nun hielt. Als meine Schizo begann kam ich zu folgender Überlegung: Wozu bin ich auf der Welt, wozu gibt's mich? Bin doch eigentlich überflüssig, die kommen doch alle ohne mich zurecht (hatte kurz zuvor Streit mit meinen Freunden, wurde vorher von einem mir sehr wichtigen Menschen tief gedemütigt). Also, warum bin ich da? Wenn ich nicht da wär, könnte es die Welt doch trotzdem geben. Nur ich würde sie nicht erleben, ich wäre nicht da und kennte sie auch nicht. Dann wäre die Existenz der Welt ja völlig sinnlos! Ohne mich bräuchte es auch kein Universum geben? Moment. Wenn ohne mich das Universum überflüssig wäre, und mit mir nicht, dann muß meine Existenz doch von Bedeutung sein! Wenn meine Existenz aber von Bedeutung für die Welt ist, welche Bedeutung kann sie dann nur haben? Bingo, ich muß Gott sein!!! [Und Gott wurde bewußt, daß er DA ist.] Und was wäre denn auch da, wenn nur mein Bewußtsein da wäre? Da wäre immer irgend eine Welt um mich herum. Denn warum soll Materie nicht aus Bewußtsein entstehen können? Die ganze Welt ist Seifenschaum in dem wir uns baden. Und der Tod kann dann auch nicht das Ende sein. Es muß ein Happy-End geben für jeden. Ich warte schon auf meinen Übergang, aber er hat Zeit, ICH darf mein Leben nicht gewaltsam beenden. Sonst geht diese Welt mit mir unter. Oder die anderen Bewußtseins fangen das ab. Dann ist aber jeder Mensch Gott. Und das ist auch gut so! Du also auch, wenn Du es erkennst. Mir kamen natürlich später auch immer Zweifel, darf ich glauben Gott zu sein? Bin ich wirklich so wertvoll? Aber Bastian in Phantasien plagten ja auch Selbstzweifel. Also munter weitergegöttert. Also ich kann unmöglich alleine Gott sein, bin auch nur für mich selber verantwortlich, die Leute haben 'nen freien Willen, was ich sogar am Anfang getestet habe, unter schmähender Mißachtung der Schöpfung, die ich für meine eigene hielt. Aber das Universum ist ja das Produkt des kollektiven Bewußtseins von uns allen, incl. Tiere und Außerirdische. Nun, es könnte EIN oder ZWEI Bewußtseins geben, die über den Dingen stehen, und die SICH UNS vorstellen. Yin und Yang, Gott und Teufel, eine Art Mann und Frau u.s.w. Hab auch schon gedacht ich sei der größte Gotteslästerer aller Zeiten, und kam dann auf den herabgestoßenen Lucifer, oder SAT1-3SAT-SAT AN :-). Dann würd ich mich aber nicht SATAN nennen, sondern irgendwie 666^Fakultät(unendlich)+i. Meine Zahl ist aber die 9. Und ich will die Menschen wohl kaum verführen, und würde nie mit Gott um die Herrschaft ringen, wenn ich nicht geglaubt hätte, ich könnte er selbst sein, bzw. seine vorübergehende Kleinausgabe in der realen Welt...