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Gedanken zu den neuen Richtlinien im Kleinfeldfußball ab der Saison 2013 / 2014
Eine Aussetzung für das kommende Spieljahr erfolgte aber das Problem wird damit keinesfalls gelöst
Wieder einmal soll unser geliebter Fußball reformiert werden. Leider betrifft es diesmal insbesondere unsere Kleinsten. Da ich seit 1978 in diesem Bereich (Kleinfeld) arbeite kann mir wohl auch erlauben dazu eine eigene Meinung zu haben die auf einen enormen Erfahrenswert fundiert.
Wir haben es bisher immer geschafft den Kindern Spaß und Freude am Spiel zu vermitteln. Die Ausbildung kann auch nicht so schlecht gewesen sein, was viele sportliche Erfolge des Nachwuchses in den letzten Jahrzehnten beweisen. Unsere Kinder waren den bisherigen Anforderungen gewachsen. Die Spielformen waren gut an den Altersbereichen angepasst. Wer hier vom Kopieren im Erwachsenen Fußball redet sollte mal jahrelange Erfahrungen im Nachwuchsfußball sammeln, oder mit jemanden darüber reden der diese Erfahrung hat.
Wer nicht schon im kleinsten Alter anfängt gewisse, den jeweiligen Alter angepasste Grundlagen den Kindern zu vermittelt wird spätesten im D-Jugendbereich merken was er falsch gemacht hat.
Natürlich ist es richtig das Ergebnisdenken und Tabellen nicht im Vordergrund stehen sollen. Bei Ergebnissen sollten nur 1:0, 0:0 oder 0:1 öffentlich gemacht werden egal wir hoch ein Endstand lautet.
Wenn man aber Tabellen abschaffen will sollte man gleichzeitig daran gehen alles zu tun um in den betreffenden Altersbereichen des Kinderfußballs auch in der Schule Zensuren abzuschaffen. Das wäre konsequent und auch verständlich. Natürlich sollte es dann in diesen Altersklassen auch in anderen Sportarten keine Platzierungen mehr geben. Ich freue mich dann zum Beispiel schon auf Schwimmwettkämpfe, Schulsportfeste und andere sportliche Veranstaltungen.
Von einer Spielfeldverkleinerung halte ich absolut gar nichts, da gleichzeitig auch die Spieleranzahl verringert wird. Dadurch werden weniger Spieler zum Einsatz kommen, die dann zusätzlich am Spielfeldrand stehenden Kinder werden sich im schlimmsten Fall eine andere Sportart suchen wo sie mehr Einsatzmöglichkeiten haben. Zusätzlich kommt auch auf die Vereine eine Mehrarbeit hinzu.
Als richtig ist sicherlich eine einheitliche Regelauslegung, denn da gab es bisher gravierende Unterschiede in den einzelnen Bundesländern. Auch die geplante D-Jugendregelung von 9 gegen 9 auf Großfeld von Strafraum zu Strafraum ist dieser Altersklasse angemessen.
Nicht zuletzt kommen auf die Vereinige, wenn diese Regelungen in Kraft treten einige, auch ökonomische Mehrbelastungen, zu. Das kann und darf nicht der Sinn einer Reform sein die bewährte Strukturen so einfach beiseite schiebt, und für sich in Anspruch nimmt so den Kinderfußball entscheidend zu verbessern. Eher wird das Gegenteil eintreten was bereits schon jetzt einige ehrenamtliche Übungsleiter befürchten. Darum sollten die Leute an der Basis sich nicht so ohne Weiteres Reformen überstülpen lassen wovon viele nicht überzeugt sind. Noch ist es Zeit zu diskutieren und zu handeln.
Überdenkenswert wäre das die DFB Stützpunkte auf kleineren Spielfeldern mit Mannschaften in geringerer Spieleranzahl Turniere durchführen.
Auch die Möglichkeit vermehrt Hallenturniere (Hallenrunden) ohne Stargebühren währe eine zusätzliche Alternative zum gegenwärtig noch bestehenden bewährten System. Auch sollte darüber nachgedacht werden das Vereine mit idealen Bedingungen im Nachwuchsfußball (finanzielle Möglichkeiten, Qualität des Spielerkaders) mit jüngeren Mannschaften in den jeweiligen Altersklassen spielen. Dazu gibt es sicherlich an der Basis noch viele gute Ideen. Wir sollten bald davon Gebrauch machen ehe Tatsachen geschaffen werden.
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